Orchesterleitung

"Dies alles, Fabius, hieltest du für völlig unbedeutend, wenn du Bach sehen könntest, wie er auf alle zugleich achtet und von 30 oder gar 40 Musikern den einen durch Kopfnicken, einen anderen durch Aufstampfen mit dem Fuß, den dritten mit drohend erhobenem Zeigefinger zu Rhythmus und Takt anhält, dem einen in hoher, dem anderen in tiefer, einem dritten in mittlerer Lage seinen Ton angibt; wie er ganz alleine im lautesten Tutti, obwohl er selbst von allen den schwierigsten Part hat, doch sofort merkt, wenn und wo etwas nicht stimmt, wie er alle zusammenhält, überall einspringen kann und, wenn etwas aus den Fugen gerät, es wieder ins rechte Lot bringt; wie der Rhythmus ihm in allen Gliedern sitzt, wie er die Harmonien mit scharfem Ohr prüft und alle Stimmen aus dem begrenzten Raum seiner Kehle hervorbringen kann." (J.M.Gesner, 1738)
 
Gesner war seit 1730 Rektor der Thomasschule in Leipzig und ein Freund und Bewunderer Bachs. Gesner gibt  eine begeisterte Schilderung der Bachschen Dirigier-und Spielkunst, zugleich eine der frühesten gedruckten Nachrichten über Bach.
 
 

  

Der Leiter des JBO:  W. Osthues

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„Jeder Esel kann den Takt schlagen, aber Musik machen - das ist schwierig."
Arturo Toscanini (1867-1957), ital. Dirigent
 

Die Co-Leiterin des JBO: C. Wadulla

 

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